Start the Wort - Krieg den Brief!

Beim War Starts Here Camps entstand die Idee, die dort oft nur angerissenen Diskussionen in Form öffentlicher Briefe fortzusetzen.

Weniger hastig als per Email können wir so weiter zur vorgestellten Runde im Zelt sprechen, auf Gehörtes eingehen, Gesagtes präzisieren und Fäden weiterspinnen. Der Charme des Briefes ist, auf persönliche Art und Weise im Gespräch zu bleiben – jenseits von Rechenschaftsbericht und soziologischer Studie über unsere Perspektiven im, gegen und über den Krieg hinaus zu diskutieren. Wenn auch nur die Hälfte der Leute, die auf dem Camp zugesagt haben einen Brief zu schreiben, es schaffen, ihre Position in Form zu bringen, könnte daraus eine spannende Geschichte werden. Hier findest du die bisher angekommenen Briefe.

Um uns nicht zu verzetteln, schlagen wir vor, Auswertungspapiere zur technisch-praktischen Seite des Camps oder zum Aktionstag auf der Webseite des Camps zu veröffentlichen und die Form des Briefes für die weiterreichende Debatte zu reservieren, anknüpfend an die Diskussionen auf dem Camp, hinein ins Offene...

In der Hoffnung, über den Stand des laufenden Krieges mehr Klarheit zu gewinnen, können wir verschiedenen Fragen nachgehen, etwa: Wer treibt ihn mit welchen Zielen voran? Wie breiten sich Techniken der Militarisierung auch ohne direkten Druck in der Gesellschaft aus? Wo liegen Widersprüche und Schwächen der Militärs? Was haben wir ihnen (potentiell) voraus? Wie können wir ihre militärische Macht ins Leere laufen lassen? Mehr Klarheit zu gewinnen gilt es aber auch darüber, wo wir selbst uns befinden in diesem Krieg - und was uns bei aller Unterschiedlichkeit verbinden kann mit (potentiell für Ähnliches kämpfenden) Menschen in Gebieten, in denen der Krieg bereits in offener Tödlichkeit ausgebrochen ist.

WER SEINE LAGE ERKANNT HAT, WIE SOLL DER AUFZUHALTEN SEIN.